Ein absolutes Highlight – Paragliding-Tandemflug über Interlaken

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Interlaken ist im Sommer ein wahres Paradies für Outdoor-Fans wie Paraglider und River-Rafter. Wir hatten das Paragliding getestet und ich nehme euch mit auf meinen Flug.

Für mich war es mein zweiter Paragliding-Tandemflug und ich hatte mich riesig gefreut. Paragliding ist der englische Begriff für Gleitschirmfliegen, eigentlich segelt man mit einem Gleitschirm.

Der Pilot sitzt in einem Gurtzeug unter dem Gleitschirm und ist mit ihm durch Leinen verbunden. Als Tandempilot braucht er eine zusätzliche Ausbildung, um mit einem Passagier zu fliegen zu können und zu dürfen. Dabei ist neben der Theorieausbildung, einem Eingangstest, Fliegen mit Fluglehrer und anderen Piloten, sowie einem Prüfungsflug notwendig. Es sind eine bestimmte Menge an Flügen Voraussetzung, wenn man eine Ausbildung zum Tandem-Pilot absolvieren möchte.

Für einen Tandemflug wird ein spezieller Tandemschirm oder Biplace verwendet, dabei kommt aus dem Lateinischen bi = zwei und aus dem Französischen place = Platz, also Zweiplätzer, für die Beförderung von zwei Personen. Bei dem Schirm hat die Kappe eine größere Fläche, ca. 42 m² und ist somit auch für den Transport eines größeren Gewichtes, bis zu 250 kg, geeignet. Als Passagier braucht man keine Ausbildung, man erhält vom Piloten genaue Anweisungen für Start, Flug und Landung.

Wir fahren mit den Schweizer Experten für Tandem-Gleitschirmflüge, mit dem Kleinbus, in die Nähe des Startplatzes und gehen den Rest des Weges bergauf zu Fuß. Unseren Piloten zogen wir per Los, bei mir fiel das Los auf den Piloten Philip.

Der 47-jährige Philip kommt ursprünglich aus Deutschland. Ist als Skilehrer in die Region gekommen. Er hat seine Leidenschaft fürs Gleitschirmfliegen entdeckt und dann eine Ausbildung zum Tandempilot gemacht. Philip ist nun seit vielen Jahren als ein sehr erfahrener Pilot für Tandemflüge unterwegs.

Als erstes wurde unser Schuhwerk kontrolliert, denn es ist besonders wichtig festes Schuhwerk zu tragen. Die Piloten trugen Rucksäcke mit den Gleitschirmen und den Helmen. In diese speziellen Rucksäcke werden die Schirme reingestopft, sie müssen nicht zusammengelegt werden.

Am Startplatz wurde ein Gleitschirm nach dem anderen ausgebreitet und die Leinen sortiert. Wir bekamen unser Gurtzeug mit dem Sitz an. Als alles startklar war, wurden wir mit unserem Piloten verbunden. Nun hieß es laufen, als der Schirm in die Luft stieg, wurden wir zurückgezogen, da war es wichtig weiter zu laufen bis wir den Boden unter den Füßen verloren hatten. Hinsetzen und Genießen.

Wir schwebten frei wie ein Vogel und genossen es von der Thermik getragen zu werden. Nah vorbei an den Bergen und immer wieder begegneten uns die anderen Schirme aus sicherer Entfernung.

Wir gleiteten über Interlaken und zum Schluss gab es noch einen richtigen Adrenalinschub, Philip flog mit mir Achterbahn, einfach gigantisch und dabei wurde es mir dann doch etwas mulmig im Bach, aber keineswegs schlimm.

Die sanfte Landung auf der Landewiese mitten in Interlaken lief perfekt ab. Philip bremste gut ab und wir landeten auf den Füßen.

Ich wäre am liebsten gleich wieder rauf und erneut geflogen. In der Regel dauert solch ein Flug 10 – 20 Minuten, ja nach Thermik, mein Flug dauerte 13 Minuten. Solch ein Tandemflug kostet 160 CHF. Mehr Infos ist hier zu finden. https://paragliding-interlaken.ch/de/sommer/luftaktivitaten/tandem-gleitschirmfluge/

Das Tragen einer Brille während des Fluges ist kein Problem, im Gegenteil, es wird empfohlen bei sonnigem Wetter eine Sonnenbrille zu tragen.

Ich danke den Schweizer Jugendherbergen, besonders André und Nina, sowie den Teams der Youth Hostel Interlaken und Bern für die Unterstützung und die schönen Tage und tollen Erlebnisse. www.youthhostel.ch

Fotos Gabriele Wilms

Mehr über die Youth Hostel der Schweiz lest ihr “Youth Hostel – günstige Alternative zur Übernachtung auf Städtereisen, Schweiz

Über Gabriele Wilms 11 Artikel
Reisen und Fotografieren sind meine Leidenschaft. Seit 2007 bin ich als Reisejournalistin und Bloggerin weltweit unterwegs. In dem Reiseblog Emotion on Tour möchte ich meine schönsten Reiseerlebnisse mit euch teilen und damit Inspirationen für neue Reiseziele bei euch wecken,